Es sollte der beste Sommer ihres Lebens werden. Doch stattdessen steht er im Zeichen von Fäulnis, Verfall und Blut. Zum Höhepunkt der verheerenden argentinischen Wirtschaftskrise lebend, kann Nati ihre Jugend kaum genießen. Nicht nur, weil das ökonomische Drama hart in ihre Nachbarschaft durchschlägt: Die ältere, coolere Sil ist in ihr Leben eingedrungen. Sie übernimmt die Alpha-Rolle in der Clique. Und ihren Schwarm. In Nati erwacht blanker Hass – der sich auf drastische Weise manifestiert.
Eine bedrückend schwüle, finster faszinierende „Coming of Rage“-Story vor dem Hintergrund des Staatsbankrotts Argentiniens 2001/2002, der zur sozialen Katastrophe samt Massenarmut führte. Getränkt im Blut verprügelter Obdachloser, gerissener Jungfernhäutchen und abgebissener Unterlippen. Durchsetzt von Selbstsucht, Konkurrenzkampf und Fixiertheit auf Geld. So feinfühlig wie schonungslos inszeniert, hat der Film viel, subtil, zu sagen. Etwa zu schwarzer Magie. Und der Beschissenheit der Dinge.