Das Programm des 13. HARD:LINE Filmfestivals

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

HARD:LINE heißt auch: Stabil bleiben!

Es ist schon wieder so lange her, dass das Artwork von Heike Jörss mit dem vermeintlich schlimmsten aller Übel befleckt wurde. Kein Horrorfilm der Welt kann es mit den Schrecken der Realität aufnehmen. So die Massage. Donald Trump – mit brennender Frisur und drohendem Gelächter – war das Motiv, das Heike damals wählte. Nun, beinahe 10 Jahre später wissen wir es besser: Es geht immer auch noch mieser. Weit weg waren damals die Pandemie, verschwurbelte Querdenker und massive Zugewinne von Neonaziparteien. Undenkbar war eine Rhetorik innerhalb des mittleren Parteienspektrums, die der neuen Rechten hinterherhächelt. An eine zweite Amtszeit von Trump war nicht zu denken. Krieg? Komm! Darüber sind wir doch schon lange erhaben. Denkste! Der Schrecken der Welt ist noch immer unnachahmlich, und doch sind es immer auch die schlimmen Zeiten, in denen der Genrefilm blüht. Genrekino bildet ab und schafft Reflexionsräume des Undenkbaren. Schön ist das nicht immer, aber wichtig.

Wichtig ist es daher auch, sich dieser Tage zu positionieren. Gegen Nazi-Deppen. Aber auch gegen eine rhetorische Dampfwalze, die in Form von Wolfram Weimer durch die Institutionen fegt. Nicht nur die Berlinale-Chefin muss um ihren Posten zittern, auch ganze Kinoverbände schweigen aus Angst, den überlebensnotwendigen Geldhahn vom langen Arm zugedreht zu bekommen. So einfach wird sie also etabliert, die Selbstzensur. Sind wir davon betroffen? Indirekt ja, denn unbequem sind wir allemal. Nicht alles, was wir zeigen, gefällt. Manchmal möchten wir sogar zum Denken anstoßen, oder Gewohnheiten infrage stellen. Ja, wir sind politisch und es nervt. Aber mal ehrlich: Wer hat denn angefangen? Erst haben die anderen genervt. Daher sind wir im Recht. Basta.

Recht haben wir allemal auch mit der Auswahl unserer Filme, denn das Genrekino tut Dinge, mit denen selbst wir nicht gerechnet haben. Immer weiter treten alte Muster zurück und Neues bricht sich Bahn. So ist ein erster Ansatz einer Auflösung des viel zitierten „Male-Gaze“ zu erkennen. Das ist frisch und neu und lässt den Anstrich einer Protestaktion hinter sich. Vielmehr ist es Bewegung! Daher lassen auch wir uns bewegen, baden im See neuer, progressiver Ideen, und laben uns daran, dass Genrekino alles kann, nur nicht Selbstzensur.

Für die Freiheit einer kritischen, mündigen und toleranten Gesellschaft. Für euch!

 




>> HIER GEHT ES ZUM DIGITALEN PROGRAMMHEFT!


 

Die Filme des 13. HARD:LINE Filmfestivals

D
D
G
G
G
W
G

Insgesamt 20 Filmpremiere(n) im Jahr 2026. Davon 4 Weltpremiere(n) [W]; 1 Internationale Premiere(n) [I]; 1 Europapremiere(n) [E]; 14 Deutschlandpremiere(n) [D];

G

Gäste anwesend bei der Filmvorführung

Der Timetable des Festivals

Rahmenprogramm

Director's Spotlight 2026, Paul Urkijo Alijo

Paul Urkijo Alijo führt das Baskenland ins Rampenlicht der Gentrefans. Bereits in seinen frühen Kurzfilmen prägen Mythen und Atmosphäre sein Schaffen, was auch in den Langfilmen ERREMENTARI, IRATI und GAUA überdeutlich zu sehen ist. Paul zeigt ganz deutlich: Hier haben wir es mit einem der begabtesten Fantasy-Regisseure unserer Zeit zu tun. Wir freuen uns, dass der Metalhead aus dem fernen Baskenland seine Arbeiten in Regensburg beim diesjährigen Director’s Spotlight persönlich präsentieren wird.

>>> MEHR ERFAHREN




Masterclass 2026, Paul Urkijo Alijo

Seit einigen Jahren laden wir unsere Regisseure des Director’s Spotlight dazu ein, bei uns eine Masterclass zu halten. In ein bis zwei Stunden bekommt man so die einmalige Gelegenheit, in das Oeuvre von Filmschaffenden einzutauchen. Kommt mit und entdeckt die Arbeiten von Paul Urkijo Alijo in ihrer Gänze, erfahrt Zusammenhänge aus erster Hand und findet das Besondere im Detail. Auch dieses Jahr ist die Masterclass für alle zugänglich, und dazu noch komplett kostenlos. Lass euch das nicht entgehen!




Highlight deutsches Kino 2026

Seit Jahren durchforsten wir die Szene, sichten, beobachten Releases und Entwicklungen. Dabei zeigt sich eines deutlicher denn je: Der deutsche Genrefilm lebt. Er ist nischig, aber dadurch auch frei genug für Experimente. Allerdings braucht es auch Förderstrukturen, damit Visionen Wirklichkeit werden. Wir können keine Förderungen bieten, aber Räume für junge Filmschaffende. Fünf Projekte stellen wir vor: einen Mittellangfilm, drei Kurzfilme und einen Projekt-Pitch. Werfen wir einen Blick darauf.

>>> MEHR ERFAHREN


Abschlusskonzert 2026, Kali

Die hinduistische Göttin des Todes, Kali, verkörpert die schöpferische Kraft hinter Verwüstung, eine untrennbare Symbiose von Licht und Schatten. Ein Dualismus, der für die gleichnamige Progressive-Rockband aus Regensburg gleichsam gilt. Der Sound der sechs Musiker baut auf tiefgründigen Konzepten, sphärischen Melodien und hämmernden Polyrhythmen auf … Vergleiche mit „Porcupine Tree“ und „Soen“ drängen sich geradezu auf. Und doch ist Kali ist eigenständig bis ins Mark. Psychedelisch, melodisch, druckvoll und live bei uns!

>>> MEHR ERFAHREN




After Show Party 2026, Wolly Winker und UglyfaceButterhand

Vinyl-Junkies aufgepasst! Wolly Winker und UglyfaceButterhand versüßen die späten Stunden der Kinokneipe mit geballter Indie-Power – von Postpunk bis Postbank, HipHop bis Flipflop, Geschrammel bis Geschepper. Ab Samstag, ab ca. 22 Uhr, servieren zwei regionale DJ-Größen musikalische Kuriositäten: Disco Zombies treffen auf Shivvers, Bowie glitzert, Ezra Furman pafft Nebel, House of Pain dröhnt, Cumbia lädt zum Totentanz. Ob Resterampe oder edelster Schellack – klar ist: Vinyl only, all night long!




Méliès Competition 2026

Kurzfilmfestivals zeigen jedes Jahr: Die Szene blüht! Auch wenn es meist beim Festivalbetrieb bleibt und kommerzielle Wege fehlen. Umso wichtiger, den Filmen und ihren Macherinnen Respekt zu zollen. Wir tun das mit zwei Kurzfilmblöcken und einem Sonderscreening. Vier internationale Highlights, zehn Méliès-Nominées und ein Höhepunkt hiesiger Filmkunst stehen auf dem Zettel. Der Gewinner des Wettbewerbs zieht weiter nach Sitges. Auch bei uns entscheidet eine Fachjury. Werfen wir einen Blick darauf!

>>> MEHR ERFAHREN