Deutsches Genrekino – quo vadis? Diese Frage stellen wir uns nicht zum ersten Mal. Jedes Jahr suchen wir akribisch und gezielt nach deutschen Vertretern des Horror-, Thriller- und Science-Fiction-Bereichs. Wir warten auf Einreichungen – einfach weil wir es wichtig und interessant finden, was hierzulande stattfindet. Doch so wirklich viel will da immer nicht kommen. Woran liegt das wohl?
Dennoch: ein paar Perlen gibt’s immer! So auch 2026. Deshalb wollen wir dem deutschen Genrekino dieses Jahr einen Sonderslot widmen. Mit zwei bügelfrischen Produktionen, die wir sogar als Weltpremiere präsentieren. Der Slot findet am Freitag, 17.04.2026 um 15 Uhr im Ostentorkino statt. Was wird da geboten sein? Hier, bitteschön!
HIMMELSKÖRPER / D 2025 / 63 Min.
Weltpremiere
Inhaltsangabe:
„Wer bist du?“ – Das fragt der sterbenseinsame junge Benni den unbekannten, seltsam organisch anmutenden Planeten, den er am Firmament entdeckt hat und der unserer Erde immer näher kommt. Er fragt es aber auch sich selbst und seinen Körper. Denn der ist offensichtlich ganz und gar nicht okay. Da bewegt sich etwas unter seiner Bauchdecke. Etwas Pulsierendes, Schleimiges. Und es will heraus. Sieht aus, als hätte die Welt etwas höchst Besonderes für ihn geplant. Welche Welt auch immer.
Zum Film:
Fremd in der Welt? Fremd im eigenen Körper? HIMMELSKÖRPER ist eine beeindruckende Kreuzung aus Body Horror, Sci-Fi und Drama.
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KRAMPUS / D 2026 / 30 Min.
Weltpremiere
Darum geht’s:
Während der Vater sein Leiden im Suff ertränkt, lässt die Stiefmutter keine Gelegenheit aus, den jungen Xaver zu schikanieren. Xavers Stiefschwester Maria ist ihm dabei stets eine Stütze. Als er aber auch noch von den Dorfkindern gemobbt wird, kann selbst sie nicht mehr helfen. So bleibt Xaver nur noch der Ruf ins Finstere, ein Schrei der Verzweiflung und einer nach Vergeltung. Und siehe da: sein Rufen wird erhört…
Zum Film:
Folk-Horror made in Germany. In malerischem Schwarz-Weiß fängt Regisseur Florian Ecker das bayerische Land ein, wie Eggers die Wälder Ontarios als New England des 17. Jahrhunderts festgehalten hat.
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Nach den beiden Filmen ist ein ausgiebiges Q&A geplant, in welchem ebenfalls der Frage nachgegangen werden soll, warum es der deutsche Genrefilm so verflixt schwer hat. Nach dem Q&A wollen wir zwei aufstrebenden Filmemachern die Möglichkeit bieten ihr Projekt zu promoten. Mehr dazu hier…
Live-Pitch: DER MANN AUS SOMALIA
Darum geht’s:
Ein geflüchteter Somalier, der sich nichts mehr wünscht als Frieden für sich und seine Familie, muss sich gegen eine Gruppe Neo-Nazis zur Wehr setzen.
Zum Projekt:
Der Pitch zu DER MANN AUS SOMALIA wird unser Sonderprogramm „Highlight Deutsches Kino“ abschließen. Das Regie-Duos Nik Sentenza und Johannes Kizler sind zu Gast und werden ihr Projekt vorstellen.
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