Das Baskenland im Spanien des 17. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der Hexenverfolgungen grassieren, verlässt Kattalin mitten in der Nacht ihr Bauernhaus und flieht vor ihrem Mann. Verloren im tiefen, dunklen Wald, spürt sie eine Präsenz, die sie verfolgt. Unterwegs trifft sie auf drei freundliche Frauen, die beim Wäschewaschen Gruselgeschichten erzählen und Dorfgerüchte wiedergeben. Zu Kattalins Erstaunen wird sie selbst Teil dieser Geschichten werden.
In vier Kapiteln erzählt, die erst nach und nach ihren Zusammenhang offenbaren, ist GAUA („Die Nacht“) nicht nur eine Geschichte über die formende Kraft von Geschichten: Er ist auch der vielleicht ultimative paganistische Film, der inbrünstig die Lustfeindlichkeit der katholischen Kirche anprangert und das Ausleben von Individualität und Fleischesfreuden feiert. Atemberaubend atmosphärisch, liebevoll ausgestattet und mit einem berückenden Score versehen, mündet er in einem orgiastischen Finale.