Gaua

Regie: Paul Urkijo AlijoSpanien, USA 202587 Min.FSK 16
Ostentor KinoFr. 17.04.202620:00Deutschlandpremiere
AndreasstadelSa. 18.04.202620:00

Darum geht es

Das Baskenland im Spanien des 17. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der Hexenverfolgungen grassieren, verlässt Kattalin mitten in der Nacht ihr Bauernhaus und flieht vor ihrem Mann. Verloren im tiefen, dunklen Wald, spürt sie eine Präsenz, die sie verfolgt. Unterwegs trifft sie auf drei freundliche Frauen, die beim Wäschewaschen Gruselgeschichten erzählen und Dorfgerüchte wiedergeben. Zu Kattalins Erstaunen wird sie selbst Teil dieser Geschichten werden.

Das solltest du wissen

In vier Kapiteln erzählt, die erst nach und nach ihren Zusammenhang offenbaren, ist GAUA („Die Nacht“) nicht nur eine Geschichte über die formende Kraft von Geschichten: Er ist auch der vielleicht ultimative paganistische Film, der inbrünstig die Lustfeindlichkeit der katholischen Kirche anprangert und das Ausleben von Individualität und Fleischesfreuden feiert. Atemberaubend atmosphärisch, liebevoll ausgestattet und mit einem berückenden Score versehen, mündet er in einem orgiastischen Finale.
Originaltitel: Gaua
Rechteinhaber: Filmax
Sprache: Spanisch
Cast: Yune Nogueiras, Elena Irureta, Ane Gabarain, Iñake Irastorza
Filmfestivals: Sitges Catalonian International Fantastic Film Festival, Rotterdam International Film Festival

Regie

Paul Urkijos dritter Langfilm ist der bei Weitem düsterste – und der soziokulturell offenkundig radikalste. Während er sich stilistisch erneut zwischen Volkssage und Folk Horror einreiht, Themen der baskischen Mythologie verarbeitet und einen Fokus auf starke Frauenfiguren legt, gibt er ein deutliches, geradezu höhnisches Statement zur institutionalisierten Religion ab. Nach seiner Weltpremiere in Sitges kam GAUA im November in die spanischen Kinos und erhielt 2026 drei Goya-Nominierungen.

Unsere Gäste bei der Filmvorführung

Paul Urkijo Alijo

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